Staunässe vermeiden

Der Bloombux® hat einen kompakten Wuchs, ist gut formbar und resistent gegen gefürchtete Buchsbaumkrankheiten. Dies macht ihn zu einer echten Alternative. Er vereint alles, was eine gute Heckenpflanze ausmacht. Der Bloombux® ist gut winterhart, immergrün und leicht zu pflegen. Daher lässt sich die Standortwahl flexibel gestalten, denn der Bloombux® gedeiht nicht nur im Halbschatten. Er fühlt sich ebenso an vollsonnigen Standorten wohl. Diese Flexibilität spiegelt sich auch in den Bodenansprüchen wider. Im Gegensatz zu den meisten Rhododendron kann der Bloombux® auf nahezu jedem humosen Gartenboden gepflanzt werden. Dabei werden pH-Werte von 6 hervorragend toleriert. Trotzdem sollte der Boden locker sein, damit sich keine Staunässe bildet und die Wurzeln gut atmen könne.

Staunässe entsteht immer dann, wenn der Bloombux® nicht nur zu viel Wasser bekommen hat, sondern vor allem wenn dieses Gießwasser nicht abfließen kann. Die Pflanze steht also mit ihren Wurzeln permanent in zu feuchter Erde. Warum ist das so schlecht für den Bloombux®? Durch das Wasser hat der Bloombux® keine Möglichkeit mehr, Sauerstoff über die Wurzeln aufzunehmen und wichtige Nährstoffe aus der Erde zu filtern und weiterzuleiten. Die Wurzeln faulen mit der Zeit und sterben ab. Das bedeutet auch, dass der Bloombux® unwiderruflich verloren ist. Er wurde quasi totgegossen. Wie kann Staunässe vermieden werden?

Staunässe im Kübel

Für Pflanzgefäße bei der Außennutzung gilt: Hier sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Gefäße für Balkon und Terrasse über einen Ablauf verfügen. Hat man kein Problem damit, regelmäßig zu gießen, dann können sich die Ablauflöcher direkt im Boden des Topfes befinden, ansonsten sollte man sich Pflanzgefäße mit erhöhtem Ablauf besorgen. Hat der Topf kein Ablaufloch, kann dieses mit einer handelsüblichen Bohrmaschine nachgeholt werden. Doch auch in einem Topf mit Ablauflöchern kann Staunässe entstehen – nämlich wenn der Boden zu stark verdichtet ist, dass das Wasser diesen kaum durchdringen kann. Damit die Abflussöffnungen also auch wirklich offenbleiben, sollte besonders auf eine Drainageschicht oberhalb des Ablaufes geachtet werden. Diese Schicht kann zum Beispiel mit Blähton gefüllt werden. Es eignen sich aber auch Schotter oder Tonscherben. Wichtig ist dabei, dass die Füllung mindestens etwa 1cm über der Abflussöffnung liegt. Bedeckt wird diese Schicht dann am besten noch mit einem entsprechenden wurzeldurchlässigen Flies. Anschließend kann das Pflanzgefäß mit ganz normaler Pflanzerde aufgefüllt werden. Beim Gießen sollte darauf geachtet werden, dass überschüssiges Wasser auch wirklich abfließen kann.

Staunässe im Beet

Auch im Beet kann Staunässe entstehen. Vorab sollte in dem Fall geklärt werden, was die Ursache der Staunässe ist. Wenn der Garten zu viel bewässert wird, sollte hier die Menge der zugeführten Bewässerung entsprechend angepasst werden. Allerdings ist dies eher selten die Ursache für die Staunässe. Wesentlich häufiger sind die Bodenbedingungen der Grund, warum Regen- oder Sickerwasser nicht abfließen kann. Die Möglichkeiten, den Boden durchlässiger zu gestalten, sind vielfältig: Um die Durchlässigkeit zu erhöhen kann systematisch Sand, Kompost oder ein anderes organisches Material in den Boden eingearbeitet werden. Ob es zum Wasserstau im Garten kommt oder nicht, hängt maßgeblich von der Verdichtung und Beschaffenheit des Bodens ab. Während lockere und gut durchlässige Erde das Entstehen von Staunässe nicht zulässt, ist sie bei Lehm kaum zu vermeiden. Führen Sie also eine Bodenanalyse durch. Erkennen können Sie Staunässe an kleinen Pfützen im Garten oder krank aussehenden Pflanzen. Sollten Sie einen lehmigen Boden haben, ist es ratsam, Ihre Pflanzen erhöht zu platzieren. So kann das überschüssige Wasser leicht abfließen. Ist das nicht möglich, nehmen Sie die Schaufel zur Hand und graben Sie in ausreichend großem Abstand zu Ihren Pflanzen ein tiefes Loch. Lockern Sie anschließend den Boden auf und versehen ihn mit Sand. Diese Kombination macht den Boden durchlässig und beseitigt Staunässe. Idealerweise sollten Sie regelmäßig die Erde um Ihre Pflanzen herum auflockern. Können Sie ein Beet ein Jahr entbehren, hilft folgender Tipp gegen Staunässe: Beet tief umgraben und mit Gründüngung (Gelbsenf, Kapuzinerkresse oder Ringelblume) bepflanzen. Am Ende des Jahres erneut tief umgraben und die Frostgare im Winter den Rest der Arbeit überlassen. Im Folgejahr ist das Beet wieder fruchtbar und wasserdurchlässig. Sollte dies trotz allem nicht helfen, kann im Beet zusätzlich Drainagen oder Entwässerungsgräben angelegt werden, die einen Teil des Regen- und Sickerwassers abführen und somit die Staunässe verhindern.